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Der deutsche Drogerie und Parfümerie Discounter ROSSMANN blickt im April 1998 auf eine 26-jährige Unternehmensgeschichte zurück.rossmann.gif (2281 bytes)

Heute ist das Unternehmen mit seinen rund 3'500 Mitarbeitern und 455 Parfüm- und Drogeriemärkten der viertgrösste Drogeriemarkt in Deutschland. Durch die Beteiligung an der 1996 gemeinsam mit der grössten niederländischen Drogeriemarktkette Groenewoudt gegründeten "R&R Oost Europa B.V." kann die ROSSMANN-Gruppe auf weitere 109 Märkte in Osteuropa verweisen.

Das gesamte Sortiment beinhaltet rund 17.000 Artikel, wobei die Sortimentsschwerpunkte im Bereich Haar- und Körperpflege, Fotoservice, Parfüm und Kosmetika liegen.

Der Umsatz der Unternehmensgruppe erhöhte sich 1997 um ca. 10% auf knapp 1 Milliarde DM. Im Jahr 1998 wird mit einer Erhöhung des Gruppenumsatzes um 16% gerechnet. Das Filialnetz wächst real um weitere 32 Märkte an.

Problemstellung

Wie in vielen Branchen ist es gerade auch im Drogerie-Geschäft besonders wichtig, das Ohr immer an der Schiene zu haben. Wie reagiert der Markt auf Sonderaktionen? Lohnt sich die Einführung eines neuen Produktes bzw. die Eröffnung einer neuen Filiale? Um diese Fragen zu beantworten, wurden die ROSSMANN-Filialen mit Scanner Kassen ausgerüstet, die ihre Daten an das zentrale AS/400 in Burgwedel überleiten.

So senden inzwischen 160 Filialen Ihre Daten an das zentrale AS/400. Die Daten hatte man also. Jetzt galt es, ein stabiles Informationssystem aufzubauen, mit dem auch die vielen Fragen beantwortet werden können.

Im Hause ROSSMANN war man froh, mit der IBM AS/400 eine einheitliche und vor allem zuverlässige Systemumgebung aufgebaut zu haben. Es war also nicht einzusehen, wegen der Data Warehouse Lösung diesen Weg wieder zu verlassen und damit die alltäglichen EDV-Kosten nach oben "zu schrauben".

Lösung

Nachdem verschiedenste Anbieter und Produkte geprüft waren, fiel Ende Februar 97 die Entscheidung auf die einfache, schnelle und auch kostengünstige Lösung SAMAC MIT/400. Die Unternehmensberatung CM Computer Management und Marketing Systeme GmbH mit Sitz in Hamburg erhielt den Auftrag, das Data Warehouse-Projekt durchzuführen.

Herr Anhoeck, Geschäftsleiter DV im Hause ROSSMANN, hatte SAMAC MIT während eines kurzen Prototyping im Juli 1996 durch die CM. als einfach implementierbares, sehr schnelles, flexibles und auch sehr kostengünstiges Data Warehouse-Tool kennengelernt, das auf der vorhandenen IBM AS/400 die Data Warehouse-Umgebung aufbaut.

Am 5. März 1997 fiel der Startschuss. Erste Anforderung war ein Abverkaufs-Informationssystem auf Basis der Scannerkassen (Tagesdaten). Gleichzeitig sollten die betreuenden Mitarbeiter für AS/400 und Excel Einbindung geschult und ein Filial-Informations-System aus dem bereits im Vorjahr erstellten Prototypen aufgebaut werden.

Das Projekt verlief erfolgreich! Seit April 1997 fragt ROSSMANN das SAMAC MIT Data Warehouse ab. Zur Zeit benutzen ca. 15 Personen aus den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Marketing und der Geschäftsleitung die neue Anwendung.

Nutzen

"Mit den bisher angebundenen Filialen können wir Aussagen zu Gesamtentwicklungen und Trends ableiten. Tagtäglich liegen aktuelle Auswertungen vor, beantworten uns die brennenden Fragen und ermöglichen völlig neue und veränderte Schlussfolgerungen.", berichtet Herr Anhoeck.

Stabile, im AS/400 integrierte multidimensionale Data Marts, sog. Würfel, werden mit SQL- und dynamischen, unbalancierten Dimensionen kombiniert. So wird hohe Flexibilität bei hervorragenden Antwortzeiten, auch bei aufwendigsten Analysen, gewährleistet. Aus den Scannerdaten können jetzt viel interessantere und im Zusammenhang aussagekräftigere Informationen als vorher gezogen werden.

Abgefragt wird mit einer individuell für ROSSMANN erstellten endanwenderfreundlichen, grafischen Excel Oberfläche. Für das Berichtswesen wird eine Access-Oberfläche als Benutzer Front End entwickelt.

Zusätzlich wird im Hause ROSSMANN noch die besondere MIT-Möglichkeit, Ergebnisse aus Analysen direkt in den operativen Bereich zu übergeben, genutzt. So werden z.B. die Ergebnisse aus den Werbe-Abverkäufen für Korrekturbuchungen der Umsatzzahlen genutzt.

Ausserdem konnte man organisatorische Abläufe optimieren, so erfolgt nun z.B. die Bestückung der Filialen aufgrund der genauen Abverkaufsdaten.

Mit der täglich wachsenden Datenmenge, durch die Scanner Tagesdaten (ca. 200.000 Sätze aus 160 Filialen) und neu hinzukommenden Filialen mit Scannerkassen, kommt das Data Warehouse-Tool SAMAC MIT hervorragend zurecht.

Es werden bei ROSSMANN Daten, die älter als 90 Tage sind, im monatlichen Turnus auf Monats- und Wochenebene verdichtet und in den "Historie"-Würfel übernommen. Durch diese Partitionierung wird die Aktualisierung beschleunigt. So bleibt bei ROSSMANN die Lade- und Reorganisationszeit mit ca. 30 - 60 Minuten konstant. Deshalb kann der Ladelauf unabhängig von der Tageszeit täglich nach Ankunft der vollständigen Tagesdaten angestossen werden.

Basis für den "Scannerdaten-Würfel" sind die Stammdaten der ca. 27.000 Artikel und die Stammdaten der Filialen. Die bereits von Einzel- auf Tagesdaten verdichtete Rohdatenmenge der Bewegungen benötigt 4 Gigabyte Platz. Diese Daten werden regelmässig ausgelagert. Das SAMAC MIT Data Warehouse (Historien- und Aktuelle Würfel) benötigt bei ROSSMANN, einschliesslich Programm und Pufferdateien ca. 4 GB. Beide Data Marts (Scannerartikel und Filial Info System) residieren auf der AS/400 530 und werden hier auch bearbeitet - zusammen mit den gesamten operativen EDV-Anwendungen.

Für die weitere Entwicklung des unternehmensweiten Data Warehouse hat man im Hause ROSSMANN zwei Projektteams gebildet, in die sowohl die Endanwender als auch die DV-Mitarbeiter eingebunden sind. Es gibt noch vielfältige Funktionen von SAMAC MIT, die noch nicht genutzt werden, wie z.B. das hervorragende Berechtigungs- und Sicherheitskonzept, das bis auf Satzebene geht.

Das SAMAC MIT-Konzept zum Aufbau eines unternehmensweiten Data Warehouse gibt den Mitarbeitern die Möglichkeit, Anforderungen schrittweise und zunächst auch unabhängig voneinander zu lösen. So können sie während des Data Warehouse-Aufbaus schon hohen Nutzen erzielen und gleichzeitig mit dem Data Warehouse und ihrem KnowHow wachsen.

So meint Herr Anhoeck dazu: "Wir haben sehr schnell den hohen Nutzen dieser SAMAC Anwendung erfahren können und vor allem haben wir durch die schrittweise Vorgehensweise und dem Prinzip der Vereinfachung auch die Möglichkeit, selbst mit diesem Data Warehouse und seinen immensen Abfragemöglichkeiten zu lernen."

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